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Männergewand
1994 | Monika Humer
Männergewand (‘urri) für Pessah-Schlachtopfer bestehend aus Pluderhose und Hemd. Hemd, weiße Baumwolle mit feinen grünen Streifen, moderner Schnitt mit Kragen und Brusttasche, Manschetten, sechs Plastikknöpfen. Im Kragen abgenutztes Fabrikationsetikett ‘Koska’.
Pluderhose [ar. sirwâl oder shilwâr]: große obere Weite bei engen unteren Enden, weiße Baumwolle (leinwandbindig), am Knöchel Bündchen mit Plastikknopf und Knopfloch. Tradit. Schnitt, im Schritt genähte Öffnung. Verstärkungen am Übergang vom Schritt zu den Beinen. Im Bund geknotetes Zugband aus weißer Baumwolle. Hand- und Maschinennähte.
Im Gegensatz zum Judentum beachten die Samaritaner heute noch die biblische Vorschrift, zu Pessah Schlachtopfer darzubringen. Einjährige männliche Lämmer werden nach dem in der Tora beschriebenem Ritual geschächtet. An der Schlachtung beteiligen sich alle Männer und tragen dabei diese weite Pluderhose. Das Hemd kann beliebig geschnitten, sollte aber weiß sein. [Angaben der Sammlerin.] Gebrauchsspuren.Von der Sammlerin im September 1994 in situ erworben.
Lit.: Gustaf Dalman, Arbeit und Sitte in Palästina, Bd. 5, Gütersloh 1937, S. 220-223, Abb. 48.

Sammler/in:
Monika Humer (geb. 1966) DNBarrow_outward
Zeit:
1994
Zugangsdatum:
1994
Kultur
Samaritaner
Material/Technik:
Baumwolle
Maße:
B 157 cm; H 72 cm
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Nordafrika, Vorder- und Zentralasien, Sibirien
Inv. Nr.
175382_ab



















