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Medailon
18. Jhdt. | Carl Alexander Anselm Freiherr von Hügel
An fest gewickelten Goldschnüren ist ein rosettenförmiges Medaillon aus hochkarätigem Gold fixiert. 8 große und 24 kleine Diamanten liegen auf Kundangold in blumenförmig geschnittenen Goldstegen. Die Blüte in der Mitte liegt auf grün unterlegtem Quarz. Weißes Email fasst die bunten Blüten auf der Rückseite ein. Von der Rosette baumelt ein ca. 10 Karat schwerer kolumbianischer Smaragd.
Schon die ältesten heiligen Schriften Indiens preisen Schmuck und Juwelen. Das Rigveda beschreibt schon 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung Kopf-, Hals- oder Armschmuck der Götter und Helden.
Damals wie heute bedeuten wertvolle Steine und reines Gold viel mehr als Dekoration oder Objekte der Begierde. Sie schützen den Träger vor schädlichen Einflüssen aus überirdischen Sphären und wehren Unglück und Krankheit ab. Sanskrit Texte lehren die Verbindung von Edelsteinen mit Sternen und Planeten. Der Rubin wirkt wie die Sonne auf den Träger, Saphire beherbergen die Kraft des Saturn und der König der Steine, der Diamant, vertritt die Venus. Wie der Diamant unter den Steinen hält Gold unter den Metallen den ersten Rang. Indische Juweliere setzen den König der Steine nur in reinstes 24-karätiges Gold. Gold steht für Reichtum und Macht aber auch für rituelle Reinheit. Nur der Glanz des Goldes kann der Vergänglichkeit widerstehen. Seine Farbe macht es zum „Sonnenmetall“.

Sammler/in:
Carl Alexander Anselm Freiherr von Hügel (1796 Regensburg - 1870 Brüssel) DNBarrow_outward
Zeit:
18. Jhdt.
Objektbezeichnung
Halsschmuck (Duktugi)
Kultur
Indien
Material/Technik:
Smaragd, Diamanten, Gold, Grubenschmelzemail transluzid, Goldlahn mit Seelfaden, Silberlahn, gewickelt und Flechtband, Seidenfaden, violett-rosa irisierendes Metallblech
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Geographie
Südasien/Subkontinent/Indien
Inv. Nr.
3235
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