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Salzgefäß

15./16. Jahrhundert | Ambras

Das feine Salzgefäß aus Elfenbein ist im Ambraser Inventar von 1596 als "Ain helfenbaines rundes stöckhl wie ein prunnen mit mändlen und hunden, aller schad- und manglhaft" beschrieben.

Solche kelchartigen Deckelgefäße wurden als dekorative Salzgefäße an den Renaissancehöfen in Europa verwendet. Als Auftragsarbeiten wurden sie in Afrika hergestellt und sind im Stil europäischen Deckelkelchen des 15. und 16. Jahrhunderts nachempfunden, weisen aber klar Elemente einer afrikanischen Ikonographie auf.

Die Sapi-portugiesischen Elfenbeinobjekte zählen zu den frühesten Arbeiten afrikanischer Kunst, die nach Europa gelangt sind.

Zeit:
15./16. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Salzgefäß

Material/Technik:
Elfenbein

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
63468

Provenienz
Kunstkammer Fol. 475r

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