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Scherenschleifmaschine

Glücklich ist, wer Glück hat. Doch auch das menschliche Glück ist fragil. Und der Mensch ist im Unterschied zu den Göttern sterblich, endlich und hinfällig. Auch äußere Umstände bedingen das menschliche Glück in seinem Gelingen. Man muss es sich erhalten. So wie der Scherenschleifer in Gizeh bei Kairo, der am vorderen rechten Steher seiner Maschine das Glück bewahrende Amulett und profane Alltagsgegenstände – fein gedrechselte Mashrabiya-Gitter, ein kleines Körbchen, das Fragment eines roten Kunststoffumschlages mit dem Abbild einer Moschee in Golddruck, ein Puppenfuß, ein ausgebrannter Blitzwürfel einer Pocketkamera und einiges mehr – miteinander zu einer augenfälligen Installation verknüpft hat. Als wirksamster Schutz vor möglichem Unheil schwebt über dem Ensemble aus rotem Plastik gepresst der gewöhnliche Name Gottes (Allah). Im Museumsinventar ist noch folgender Vermerk des Sammlers zu lesen: „Stark gebrauchtes, altes Stück (um 1920). War vom alten kränklichen Besitzer an einen jungen Mann vermietet.“

Sammlung:
Peter Wolfgang Schienerl (1940 Wien - 2001 München) DNB

Zeit:
um 1920

Objektbezeichnung
Scherenschleifmaschine

Material/Technik:
Holz, Pigment, Kunststoff, Metall, Textil, Leder

Maße:
Fußgestell am Boden: B. 86 cm, T. 41 cm, H. bis Sitz: 120 cm, H. ges. 160 cm, Dm. Rad 96 cm
B. 98 cm x H. 159 cm x T. 50,5 cm x D.(Rad) 95 cm
Dekorativer Aufsatz B. 22 cm x H. 52 cm x T. 20 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
158322

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