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Schmuckgehänge

19. Jhdt. | Hans Leder

Dieses Schmuckensemble war Teil des aufwendigen Kopfschmuckes und der Haartracht einer verheirateten Mongolin. In den Schmuckelementen ist eine Vielzahl ikonografischer Einflüsse lesbar, die für die mongolische Kunst charakteristisch ist. Neben mongolischen sind chinesische und buddhistische Symbole zu finden. Der Schmuck wurde einer Frau am Hochzeitsmorgen von ihren Eltern als Mitgift überreicht. Er war Ausdruck ihres sozialen Status, Reichtums und ihrer Herkunft. Ab den 1920er Jahren verschwand diese Form der Kopftracht zunehmend. Schmuckensembles dieser Art wurden in der Sowjetzeit konfisziert und häufig zu Museumsobjekten umfunktioniert. Um die außergewöhnliche Form der Haartracht, die manchmal als Flügel interpretiert wurde, ranken sich unterschiedliche Erzählungen. Dem Haar wird große Kraft zugeschrieben. Bis heute ist im Leben der Mongol*innen das rituelle „Haarschneidefest“, der erste Haarschnitt eines Kindes, ein Ereignis von großer Bedeutung.Diese Objekte wurden von dem österreichischen Forschungsreisenden und Sammler Hans Leder auf einer seiner vier Reisen in die Mongolei um 1900 gesammelt.

Zeit:
19. Jhdt.

Objektbezeichnung
Schmuckgehänge

Kultur
Mongolei

Material/Technik:
Silber, Achat, Korallen, Türkise, Baumwollschnüre
roter Goldfluss (red goldstone) (Aventuringlas, Goldstein) (ein synthetisches Glas)

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
64851

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