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Shiva
20. Jahrhundert | Helmut Kepl
Shiva, dem Herrn über Beginn und Ende der Zeitzyklen, wird in den heiligen Texten die dreifache Kraft des Erschaffens, Erhaltens und Zerstörens zugeschrieben.
Wenngleich Shiva − so wie alle anderen indischen Gottheiten auch − jenseits von Namen und Formen existiert, manifestiert er sich zum Segen der Menschheit doch in zahlreichen parallelen Existenzen mit jeweils spezifischen Namen und oft widersprüchlichen Eigenschaften. Er ist liebevoller Gemahl ebenso wie aufbrausender Zerstörer, weltabgewandter Asket und zugleich fürsorglicher Vater. So wie die Frage nach dem tiefsten Wesen alles Seienden entzieht sich auch Shiva jeder begrifflichen Bestimmung, denn er verkörpert für seine Anhänger eine Wahrheit jenseits aller Begrifflichkeiten − in ihm söhnen sich alle Widersprüche miteinander aus.


Sammler/in:
Helmut Kepl
Zeit:
20. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Shiva
Kultur
Indien
Material/Technik:
Elfenbein
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Geographie
Südasien/Subkontinent/Indien
Periode
20. Jahrhundert
Inv. Nr.
193588



















