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Shri Navdurga

20. Jahrhundert | Günther Jontes

 

Nachdem Durga den Kosmos vom menschenköpfigen Büffeldämon gerettet hat, versprach, sich in ihre martialische Form zu verwandeln, erst wenn sie gebraucht werden muss. Sie ist die Schutzgöttin des Krieges, Kriegerkaste, Ksatrien und Rajputen, thront auf ihrem Vahana, auf dem Löwen, und wird von ihren Helferinnen vom Schlachtfeld begleitet, die sie aus sich heraus erschafft hat. Zwar sie ihr Wut personifizieren, scheinen hier wohlgerundet zu sein. Die Szene wird von Siegesgirlanden der Götter umgegeben. Durga musste gezähmt und gutmütig werden, und die eigenwillige, der Stereotypen der durchschnittlichen Hindufrauen nicht ansprechende Rolle verlassen, um heute, so wie Vishnu, als Wächterin des Dharma etabliert werden zu können.

 

 

 

[Durga wird mit Kali in der Mythologie, und auch ikonographisch vermischt. Sie steht auch mit Fruchtbarkeitsritualen in Verbindung, ihr Wurde nähmlich blutige Opfer dargebracht, um ihre Krafte neu zu beleben. Solche Ritualen werden auch noch heute in Orissa (Durgapuja) und Nepa durchgeführt. Sie wurde später als Gemahlin des Shiva auch als Parvati identifiziert, so ist die ursprüngliche Stammesgöttin ins moderne Hinduismus integriert.]

Zeit:
20. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Shri Navdurga

Kultur
Indien

Material/Technik:
Papier

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
169662_12

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