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Teekanne
19. Jhdt.
Aus solchen Kannen wird meist nur bei festlichen Anlässen oder beim buddhistischen Ritual Buttertee ausgeschenkt. Zum tibetischen Buttertee hört man schnell die Klischees wie „ranzige Butter“, „versalzen“, bis hin zum „fürchterlichen Geschmack“. Wie überheblich so ein festgesetztes Klischee doch sein kann, wenn nicht sogar beleidigend denen gegenüber, für die „ihr“ Getränk fester Bestandteil ihrer Identität ist.
Nur selten wird der Buttertee von Reisenden als wohlschmeckendes und nahrhaftes Getränk beschrieben, als das, was er für Tibeter ist und wofür er geschätzt wird.
Tee ist viel mehr als ein Getränk, er kann als „soziales Bindemittel“ verstanden werden. Gemeinsames Trinken stellt die Beziehung zwischen einem Gast und dem Gastgeber ebenso her wie die Teeschale grundsätzlich zum Ausdruck sozialer Beziehungen werden kann. Ein Zeichen höchster Vertrautheit ist dabei das Teilen einer Tasse, etwas, was nur sehr selten vorkommt.

Zeit:
19. Jhdt.
Objektbezeichnung
Teekanne
Kultur
Tibet
Material/Technik:
Korpus und Deckel: Kupferlegierung; Schnabel und Griff: Neusilber, Treibtechnik, graviert, punziert
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Geographie
Südasien/Himalaya/Tibet
Inv. Nr.
98214
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