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Vairocana

20. Jahrhundert | Helmut Kepl

Im Buddhismus verkörpert Vairocana (rnam par snang mdzad) das helle, sonnengleiche Licht, das ewig leuchtet und allgegenwärtig ist. So wird er als der „Intensely Lumiscent One“ verehrt. Als ranghöchster der Fünf Tathagatas nimmt er im kosmischen Mandala die zentrale Stelle ein und ist dem Weltenzentrum zugeordnet. Er wandelt das Grundübel der Unwissenheit und Verblendung in the full understanding of truth and reality (dharmadhatu jnana) um und herrscht über die Buddha Familie, whose emblem is the Dharma-wheel. Mit seinen Händen formt er die Geste des bodhyagri mudra (byang chub mchog), das mehrfach deutbar ist. Aus kosmologischer Perspektive steht es für die Emanation der Fünf Tathagata Buddhas aus dem Adibuddha Vajradhara, aus metaphysischer für das Kreisen der Welt der Phänomene um das unsichtbare Absolute und aus spiritueller für die Verbindung von Mitgefühl und Weisheit.

Sammler/in:
Helmut Kepl

Zeit:
20. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Vairocana

Kultur
Indien

Material/Technik:
Elfenbein

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Periode
20. Jahrhundert

Inv. Nr.
193575

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