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Moscheeampel
qindīl
um 1360 | Schloss Miramar
In den Jahren 1356 bis 1363 lässt sich Sultan an-Nasir al-Hasan in Kairo eine Moschee errichten. Sie gilt zu ihrer Zeit als die größte der Welt. Er staffiert sie üppigst mit Moscheeampeln aus emailliertem Glas aus. Die hervorragendsten Moscheeampeln stammen aus den Werkstätten von Aleppo und Damaskus, deren Ruf weit über die Länder des Islam bis ins Abendland und nach China reicht. Einem Sternenhimmel gleich hängen sie in der Moschee an dünnen Bronzeketten von der Decke. Sie schmücken den Raum mehr als sie ihn beleuchten. Der religiösen Umgebung entsprechend, ist ihre Verzierung sparsam: etwas elegantes Rankenwerk, die Anfangszeile des berühmten Lichtverses aus dem Koran, eine Widmung an den ruhmreichen Stifter. Zusammen mit seinem Wappen sollen die Moscheeampeln von seiner Großzügigkeit und seinem Reichtum künden. Zwei dieser kostbaren Moscheeampeln hat Erzherzog Ferdinand Max, der spätere Kaiser von Mexiko, vermutlich 1855 von einem Flottenbesuch der k. k. Kriegsmarine aus Ägypten mitgebracht und mit diesen bei Triest einen der Prunkräume seines Lustschlosses bereichert.



Sammlung:
Schloss Miramar
Zugang über:
Ferdinand Max von Österreich (Maximilian von Mexiko) (1832 Wien - 1867 Querétaro (Mexiko)) DNBarrow_outward
Zeit:
um 1360
Zugangsdatum:
1883
Objektbezeichnung
Moscheeampel
Material/Technik:
Glas, Email, Gold
Maße:
H. 39,5 cm × Dm. 24,8 cm
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Nordafrika, Vorder- und Zentralasien, Sibirien
Inv. Nr.
17086
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