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1872 | Heinrich von Siebold
Die 19 Muster zeigen die wichtigsten Holzarten, davon 17 rechteckige Radialschnitte, wie beispielsweise des Kaiserbaums, der japanischen Zypresse, der japanischen Zeder, der japanischen Zelkove, der hōnoki Magnolie und der japanischen Rosskastanie, sowie zwei Musterexemplare der japanischen Wisteria und der dreispitzigen Jungfernrebe im Rankenquerschnitt. Die 19 Anschauungsmuster sind in einer Reihe auf einem Holzbrett angebracht und jeweils zu ihrer linken Seite in katakana beschriftet. Die Holzmuster sind zudem jeweils mit einer Brandmarke Nikkō meiboku日光名木versehen, was darauf schließen lässt, dass es sich um in Nikkō gefertigte Muster handelt. Während seines Japanaufenthalts besuchte Siebold auch mehrmals Nikkō, wo er diese Holzmuster vermutlich erwarb. Ähnliche Proben finden sich auch in der Sammlung seines Vaters, Philipp Franz von Siebold, im Fünf Kontinente Museum in München. Die Holzmuster beider Sammlungen zeugen auch von dem Interesse und Bestreben der beiden Siebolds, das japanische Kunsthandwerk von den Ausgangsmaterialien über die angewendete Technik und den Herstellungsprozess bis hin zum vollendeten Werk zu dokumentieren und bekannt zu machen. (HKu)


Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNBarrow_outward
Zeit:
1872
Material/Technik:
Holz
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Ostasien
Geographie
Ostasien/Japan
Inv. Nr.
33377



















