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Diese siebensaitige Zither, deren länglicher Korpus in Kastenform aus Holz gefertigt wurde, verfügt am unteren Ende über einen Hals mit seitenständigen Stimmwirbeln, der zusammengeklappt werden kann. Ist er ausgeklappt, dient sein oberes Ende als Fuß. Zusätzlich sind an der Unterseite des oberen Endes zwei hohe Füße angebracht, sodass der Korpus an drei Punkten unterstützt ist. Am oberen Ende ist eine Brücke vorgesehen, die den „Drachenhörnern“ (ryūkaku) der klassischen Wölbbrettzither sō entspricht (gegenwärtig nicht vorhanden). Seitlich davon hat man sieben Löcher gebohrt, durch die die Saiten geführt und schließlich bis zu den Wirbeln am Heck des Instruments aufgespannt werden können. Das Bodenbrett ist im Bereich des oberen Endes mit einem Schallloch versehen. Ein solches Instrument, das einer sō ähnelt, an deren oberen Ende zum Stimmen der Saiten ein Hals angefügt wurde, ist in seiner Form fast beispiellos, weshalb auch über die Spielweise nichts bekannt ist. Bei einer Zither mit Stimmwirbeln muss man unweigerlich an die tonkori oder kā, ein traditionelles Musikinstrument der Ainu denken, wobei die tonkori im Regelfall fünf Saiten hat und sich auch in ihrem spitz auslaufenden Korpus stark unterscheidet. In der Instrumentensammlung im Kunstmuseum Den Haag findet sich ein diesem Exemplar ähnliches Beispiel für eine siebensaitige Zither. Näheres dazu ist aber ebenso wenig bekannt. Stimmwirbel und Füße sind aus palisanderartigem Hartholz gefertigt. (KH)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
34603

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