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Buschmesser wurden, neben der Verwendung als Hippe zum Schlagen von Ästen und Gestrüpp beim Durchstreifen von Dickicht, auch für das Ausnehmen von größeren Wildtieren genutzt. Jagddolche waren im täglichen Leben der Ainu eine sowohl von Männern als auch von Frauen stets mitgeführte scharfe Klinge. Dieses makiri (Inv.-Nr. 37235) verfügt über eine 25,6 Zentimeter lange Klinge. Die Scheide ist mit Streifen aus Kirschrinde umwickelt und mit einer Vorrichtung versehen, an der das Messer am Gurt angebunden werden konnte. Da sich das Messer nicht ordentlich in die Scheide fügt und beide einen unterschiedlichen Abnutzungsgrad aufweisen, dürften diese ursprünglich für ein anderes Gegenstück hergestellt worden sein. Der Jagddolch (Inv.-Nr. 37236) ist in seiner Gesamtform dünn gearbeitet und mit einem feinen Schnitzmuster versehen. Die 15,9 Zentimeter lange Klinge ist leicht gekrümmt. Die Scheide wurde aus einem ganzen Holzstück hergestellt und ist so gefertigt, dass ein Teil des Griffs mit in die Scheide versenkt wird. Entlang der unteren Seite der Scheide (Klingenkamm) sind rillenförmige Löcher zu erkennen, die beim Aushöhlen des Innenraums entstanden sind. Von beiden Messern finden sich Skizzen in Siebolds Publikation aus dem Jahr 1881. (KY)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Holz, Metall, Rinde

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Inv. Nr.
37235

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