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Ohrringe

ninkari, mimiwa 耳環

1600-1868 | Heinrich von Siebold

An den metallenen Ring der Ohrringe (Inv.-Nrn. 37295, 37297ab) wurden jeweils hohle Metallkugeln angebracht. In der traditionellen Kultur der Ainu zählen Ohrringe zu Accessoires sowohl von Frauen als auch von Männern. Die runden Schmucktafeln (Inv.-Nrn. 37299, 37302) bestehen aus einem bleifarbenen Metall, aus denen Muster ausgeschlagen wurden. Die kleinen Löcher dienen vermutlich dazu, Plaketten beispielsweise auf Textil aufzunähen. Möglicherweise banden Ainu-Frauen die Tafeln an ihre eng anliegenden Zughalsbänder oder Stoffgürtel. Die mit Durchbrüchen versehene Schmucktafel (Inv.-Nr. 37300) besteht aus einem messingfarbenen Metall. Es wird angenommen, dass dieses Accessoire von Ainu-Frauen in Karafuto (Insel Sachalin) an ihrem Ledergürtel getragen wurde. Der Metallring mit sechs hervorstehenden Enden (Inv.-Nr. 37301) besteht ebenfalls aus einem messingfarbenen Metall. Siebold bezeichnete diesen in seiner Schrift von 1881 als „Halsschmuck“. Genaueres ist allerdings nicht bekannt. In Siebolds Publikation von 1881 sind von allen Objekten Skizzen abgebildet. (KY)

Sammlung:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Zeit:
1600-1868

Objektbezeichnung
Ohrringe

Material/Technik:
Zinn

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Periode
Späte Edo-Periode

Inv. Nr.
37295_ab

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