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Cocosraspel

Paru

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"367. Cocosraspel - "Paru".Ein langes viereckiges Brettchen, auf dessen einer Fläche mehrere Reihen kleiner scharfer Eisenstifte eingeschlagen sind. Dieses Instrument wird ähnlich dem europäischen Reibeisen gebraucht. Die harte Cocosschale [sic!] besitzt bekanntlich im Innern eine weiche, weisse, ölhaltige Fleischschichte, aus der Cocosöl gekocht oder gepresst wird, und welche bei allen Eingebornen des indischen Archipele einen wichtigen Bestandtheil [sic!] aller von ihnen bereiteten Speisen bildet. Um diese schwammige weisse Schichte von der zerschnittenen harten Cocosschale zu entfernen, bedient man sich dieser Raspel, auf der das weiche Fleisch abgerieben wird."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 73-74). Wien, Wilhelm Braumüller  

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Cocosraspel

Material/Technik:
Holz, Eisen

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17611

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