Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Kontakt springen Zur Suche springen Zur Suche springen Zum Footer springen

Fischangel

Meng-ripetape

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"426 - 427. Fischangeln - "Meng-ripetape".Lange dünne Wollschnüre, ganz mit einer Harzschicht eingehüllt, am unteren Ende ein schweres Senkblei befestigt, und an demselben wieder eine etwa 20 Centimeter lange Hornfeder, in welcher zwei Angelhaken von Messing mittelst Pferdehaar befestigt sind. Wird die Angel in das Wasser herabgesenkt, so bleibt das schwere Senkblei am Boden liegen, während die leichte Hornfeder mit den beiden Angelhaken stets nach oben strebend sich im Wasser hin und herbewegt, wodurch der an den Angelhaken befindliche Köder den Fischen bemerkbar wird. Diese Angeln werden nur auf der See bei grossen Tiefen verwendet, wo der Eingeborne mit seinem Canoe hinausfährt und die Angeln auswirft. Beim leichten Anziehen der Schnur fühlt er sofort, ob sich ein Fisch gefangen hat, worauf er vorsichtig die Schnur aus dem Wasser zieht. Die Angelhaken sind verschieden gross und können an dieser Schnur von dem Fischer nach Belieben gewechselt werden, indem er einen grösseren Vorrath solcher verschieden grosser Haken bei sich führt."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 99). Wien, Wilhelm Braumüller 

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Fischangel

Material/Technik:
Wolleschnüre, Pferdehaare, Senkblei

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17675

Weiterstöbern Ähnliche Stücke, die Sie interessieren könnten