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Gewehr

Bedil

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"114. Gewehr.Der Lauf dieses Gewehres ist von den Balinesen selbst verfertigt. Dieses Volk versteht es seit lange her mit grösster [sic!] Geschicklichkeit und mit den einfachsten Instrumenten Gewehrläufe zu bohren. Die Bohrung erfolgt mit einem Handinstrumente senkrecht nach abwärts, wobei der Lauf ganz in der Erde verborgen festgestampft ist. Die balinesischen Gewehrläufe sind im ganzen ostindischen Archipel wegen ihrer Güte bekannt. Aussen [sic!] ist der Lauf verziert mit Arabesken und balinesischen Schriftzeichen, die mit Silber sehr künstlich und fein ausgelegt sind. Die übrige Adjustirung [sic!] des Gewehres, Schloss und Schaft sind europäisch. Es werden dazu alte englische Gewehre verwendet, die seit altersher [sic!] in grosser [sic!] Menge aus England nach Indien importirt [sic!] werden."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 26-27). Wien, Wilhelm Braumüller

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Gewehr

Kultur
Bali

Material/Technik:
Holz, Eisen, Messing

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17859

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