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Kostüm eines taoistischen Priesters

20. Jahrhundert | Christian Schicklgruber

Ab dem 16. Jahrhundert integrierte eine typisch vietnamesische Spielart die Kulte der Schutzgeister der Dorfgemeinschaft in die magische Praxis des Taoismus. Priester beeinflussen mit medialen Fähigkeiten die Witterung oder halten schädliche Dämonen davon ab, den Menschen zu schaden. Dazu wurde das ursprüngliche taoistische Pantheon mit den Geistern der Wolken, des Regens, von Donner und Blitz ebenso aufgenommen wie lokale Berg- und Flussgeister. Keine Seele eines Verstorbenen kann ohne die Führung eines Priesters das Land der Ahnen erreichen.

 

Wird bei den Dao Tien ein solches Kostüm angefertigt, müssen die Ahnen und Götter davon unterrichtet werden. Nach der Fertigstellung wird es ihnen gezeigt. Der Priester darf es dann nur mehr im Zuge von Ritualen anlegen.

Zeit:
20. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Kostüm eines taoistischen Priesters

Kultur
Dao

Material/Technik:
Baumwolle

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
180056

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