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Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
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Diese Vase soll sich in ihrer Gestalt aus der Form eines altchinesischen Weinkessels namens son (chin. zun) entwickelt haben. Mit der trompetenartig geweiteten Mündung findet sie Verwendung in der Blumensteckkunst des ikebana. Vom Hals bis zur Schulter der Vase reichen Henkel, die dem Maul eines einhörnigen Fabeltiers entspringen und in einem eleganten Bogen nach innen gerollt sind. Die Tierköpfe beider Henkel sowie die Dekorteile in den vier herzförmig umrandeten Feldern am Bauchteil heben sich dank der gut erhaltenen Vergoldung vom schwarzen Korpus ab. Besagte Tierköpfe sind nach Art beißender Löwen (shikami) geformt, wobei die überdeutliche Darstellung großer Zähne die Geste des Beißens zur Abwehr böser Geister betont. Die herzförmig umrahmten Felder auf allen vier Seiten des Bauchteils schmückt über dem Flachrelief des Donnermusters das Motiv des taotie. Während auf der hinteren sowie der linken Seite Augen, Nase, Kiefer und Stirn des gefräßigen Ungeheuers klar erkennbar sind, verschwinden die Gesichtszüge auf der vorderen und auch der rechten Seite dagegen hinter dem Rahmen. Der Künstler, der diese Dekorrahmen geschaffen hat, scheint dem taotie-Motiv selbst keine allzu große Bedeutung beigemessen zu haben. Durch die Wirkung des Goldes aber treten die verschlungenen Linien des Donnermusters, das die Stellen um das taotie-Motiv ausfüllt, besonders schön hervor. Wir haben es hier also mit einem Design zu tun, bei dem die Muster antiker chinesischer Bronzen dazu verwendet wurden, kleine Akzente zu setzen. (HK)


Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNBarrow_outward
Material/Technik:
Bronze, tlw. vergoldet
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Ostasien
Geographie
Ostasien/Japan
Inv. Nr.
34666



















