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Eine dreiteilige Angelrute aus Bambus mit integrierter Schnurspule. Die Angelschnur verläuft im Inneren des Bambusrohrs. Am Ende der Hauptschnur befindet sich eine einseitige tenbin-Vorrichtung, an der die Vorfachschnur montiert ist. Der Haken fehlt und an der tenbin-Montage ist kein Gewicht montiert. Ein Kescher mit relativ geringem Durchmesser, der voraussichtlich für kleinere Fische verwendet wurde. Charakteristisch ist die Herstellungstechnik des Rahmens, bei der zwei seitlich ausgerichtete Äste in eine runde Form zusammengebunden werden. Eine Harpunenspitze zum Fischen in seichtem Meerwasser. Beim Uferangeln in Edo bzw. Tōkyō ging man mit hohen geta (Holzsandalen) in das seichte Küstengewässer um kleinschuppigen Sillago u. a. zu angeln. Dabei wurde ein Stützstock verwendet, der auch als Ablage für die Angel diente. Um mit diesem Stock nach Fischen stechen zu können, waren die Enden mit einer Harpunenspitze ausgestattet. Aufgrund der Größe, könnte es sich bei dieser Harpunenspitze allerdings auch um eine Miniatur handeln. (MM)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Holz

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
32618

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