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Eine Schale, deren weiße Unterglasur mit einer transparenten Oberglasur versehen wurde. Vermutlich handelt es sich hierbei um eine Abwandlung des Werkstils weißer satsuma-Keramiken. Die Glasur weist allerdings ein feines Craquelé auf, was bei herkömmlichen satusma-Keramiken in ähnlicher Form bisher noch nicht beobachtet werden konnte, weshalb sich eine exakte Bestimmung des Herstellungsortes schwierig gestaltet. Der Korpus dieser kleinformatigen Schale ist mit prachtvollen, plastisch gearbeiteten Pflaumenblüten versehen, die aufgeklebt wurden. Von der Schalenöffnung hängt ein Pflaumenzweig herab, der sich seitlich nach links und rechts verzweigt und an dem die Blütenknospen der Reihe nach aufblühen. Die Knospen sind in Blassrosa, die jungen Blätter in Blassgrün und die Blütenstempel in Gold bemalt. Die Pflaumenblüten befinden sich noch nicht in voller Blüte, vielmehr wird der Moment des Aufblühens dargestellt, der Zeitpunkt, in dem die einzelnen Knospen und die Blütenblätter dabei sind, sich schrittweise zu öffnen. Es ist wahrhaftig ein vor Lebenskraft und Energie strotzendes Gefäß. Die goldfarbene, wie ein Band wirkende Bemalung des geschwungenen Gefäßhalses dürfte dem im Europa des 19. Jahrhunderts populären neoklassizistischen Stil nachempfunden worden sein. (MA)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Keramik

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
34731

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