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Bemalte große Flaschen wie diese wurden Mitte der Edo-Periode (18. Jh.) in Hizen, Kyūshū, in großen Mengen hergestellt. Bei diesem Exemplar dürfte es sich jedoch um ein für den Export bestimmtes Produkt aus der frühen Meiji-Periode handeln, bei dem das Design der alten Keramiken wieder aufgegriffen wurde. Das Bild auf dem Bauch der Flasche zeigt einen prächtigen Blumenwagen, der von chinesischen Kindern gezogen wird. Die Flaschenöffnung ist mit einem yōrakumon-Muster (Dekor in Form der Bordüre buddhistischer Juwelen) und die Basis des Flaschenhalses mit einem in kikagaku moyō (geometrisches Muster) dargestellten Motiv chinesischer Drehwurz (spiranthes) verziert. Darunter erstreckt sich ebenfalls ein yōrakumon. Der untere Bauchbereich der Flasche symbolisiert, wiederum mittels eines geometrischen Musters dargestellt, die Form einer geöffneten Lotusblüte. (MA)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Porzellan

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
34738

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