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Eine Blumenvase, die vollständig mit einem prachtvollen Muster bemalt ist. Vermutlich handelt es sich um eine kutani-Keramik aus der Präfektur Ishikawa, die in den 1880er Jahren hergestellt wurde. Besonders an diesem Werk ist der kokutani (altes Kutani) genannte klassische Stil, der auf das 17. Jahrhundert zurückgeht. Über einen langen Zeitraum hinweg wurde angenommen, dass Keramiken im kokutani-Stil in der Provinz Kaga bzw. der Sanchū-Region (heute Stadt Kaga in der Päfektur Ishikawa) produziert wurden (Kokutani-Kaga-These). Seit den 1970er Jahren wurde diese These jedoch in Zweifel gezogen, da archäologische Funde von Brennöfen im Bezirk Arita, in Hizen auf Kyūshū, darauf hinweisen, dass die kokutani-Keramiken Mitte des 17. Jahrhunderts höchstwahrscheinlich hier erzeugt wurden (Kokutani-Arita-These). Diese Blumenvase wurde zwar in einer Zeit hergestellt, als die Kokutani-Kaga-These noch nicht in Frage gestellt worden war, jedoch geht ihr Design auf kokutani-Keramiken im gosaide-Stil aus den 1640er Jahren zurück, die in Arita produziert wurden. Bei den kokutani-Keramiken handelt es sich vorwiegend um große Teller. Die Bemalung dieser Vase versprüht die Eleganz des kokutani-Stils und wirkt beinahe so, als hätten die Teller lediglich die Gestalt einer Blumenvase angenommen. (MA)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
34734

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