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Als hasamibako werden Kisten bezeichnet, die von Samurai, dem Hofadel oder Mönchen zum verwahren ihrer Kleidung sowie wichtiger Gegenstände auf Reisen verwendet und von Gefolgsleuten an einer Stange getragen wurden. Während der Sengoku-Periode (16. Jh.) lösten die hasamibako die bis dahin verbreitete, hasamidake genannte Transportmethode, bei der die Kleidung zwischen zwei Bretter gelegt und diese mit zwei Bambusstäben getragen wurde, allmählich ab. Mit der Einführung des sankin kōtai5 wurden für den Zug der Feudalherren immer häufiger mit prächtigen makie-Mustern und Wappen verzierte hasamibako gefertigt. Diese dienten gleichzeitig zur Identifizierung des Zuges und zur Demonstration des sozialen Status. Mit der Zeit entstanden je nach Art und Trageposition im Zug unterschiedliche Bezeichnungen, wie die katabako (einzelne Kiste), die tsuibako (zwei aneinandergereihte Kisten) oder die am vorderen Ende des Zuges getragene sakibako bzw. die am Ende des Zuges getragene atobako. Die abgebildete hasamibako ist rechteckig und verfügt über einen Deckel, an dem an der Vorder- und Hinterseite Metallbeschläge zum Durchziehen der Tragestange montiert sind. Die gesamte Oberfläche ist schwarz lackiert und mit einem Schwert und Horn-Sauerklee-Rankenmuster in usuniku-takamakie-Technik mit einem tsukegake (hinzugefügte dünne Goldlinien) aus Gold und Grüngold (eine Legierung aus Gold und Silber) verziert. Das Schwert und Horn-Sauerklee-Rankenmuster wurde vom Haus Sakai aus der Provinz Himeji als ihr Familienwappen verwendet. (KH)


Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNBarrow_outward
Material/Technik:
schwarzer Lack, Goldverzierung, Bronzebeschläge
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Ostasien
Geographie
Ostasien/Japan
Inv. Nr.
34790
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