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Alarmblock

Tong-tong

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"446. Alarmblock - "Tong-tong"Ein ausgehöhlter Holzblock, einen Meter lang, zwanzig Centimeter im Durchmesser, der mit einem Holzschlägel geschlagen wird. Dieses hölzerne Alarmzeichen ist im ganzen indischen Archipel im Gebrauch. Es hängt entweder bei den Moscheen, bei den wohnungen der Häuptlinge, oder auf Plätzen, wo Europäer sind, bei den Polizeiwachhäusern. Es wird als Alarmsignal bei Feuer oder sonstiger Gefahr geschlagen. Auf grossen Plätzen, wo Europäer sind, sind die Eingebornen durch Herrndienst verpflichtet, Nachts an verschiedenen Plätzen Wache zu stehen, dort befindet sich auch das Wachhaus mit dem "Tong-tong", auf welchen die Wachhabenden die Stunden schlagen müssen Das erste Zeichen der Stunde wird bei der Wohnung des Polizeibeamten gegeben und läuft von Wachhaus zu Wachhaus durch die ganze Stadt."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 103-104). Wien, Wilhelm Braumüller 

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Alarmblock

Material/Technik:
Holz

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17691

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