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Linga

Bana-Linga

So wie die Frage nach dem tiefsten Wesen alles Seienden entzieht sich auch Shiva jeder Bestimmung durch den menschlichen Geist, denn er verkörpert für seine Anhänger eine Wahrheit jenseits aller Begrifflichkeiten - in ihm söhnen sich alle Widersprüche miteinander aus.

So wird in seiner Darstellung der abstrakten Form entschieden der Vorzug gegeben, da Bildhaftigkeit unweigerlich Begrenzung und irdische Illusion bedeutet. Das phallische Symbol Linga ist Shivas höchste und - im philosophischen Sinn - wahrste darstellbare Form, aus der heraus sich Shivas Schöpfungs- und Erhaltungskraft entfaltet.

Bana-Lingas sind dank göttlichen Wohlwollens im heiligen Fluss Narmada "aus sich selbst" entstanden. In ihnen manifestiert sich das wahre Wesen aller Erscheinungen ungleich unmittelbarer als in einem von Menschenhand erschaffenen Werk.

Sammlung:
Franz Ferdinand von Österreich-Este (1863 Graz - 1914 Sarajevo) DNB

Zeit:
19. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Linga

Kultur
Indien

Material/Technik:
Serpentinstein

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
102784

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