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Linga
Bana-Linga
19. Jahrhundert | Franz Ferdinand von Österreich-Este
So wie die Frage nach dem tiefsten Wesen alles Seienden entzieht sich auch Shiva jeder Bestimmung durch den menschlichen Geist, denn er verkörpert für seine Anhänger eine Wahrheit jenseits aller Begrifflichkeiten - in ihm söhnen sich alle Widersprüche miteinander aus.
So wird in seiner Darstellung der abstrakten Form entschieden der Vorzug gegeben, da Bildhaftigkeit unweigerlich Begrenzung und irdische Illusion bedeutet. Das phallische Symbol Linga ist Shivas höchste und - im philosophischen Sinn - wahrste darstellbare Form, aus der heraus sich Shivas Schöpfungs- und Erhaltungskraft entfaltet.
Bana-Lingas sind dank göttlichen Wohlwollens im heiligen Fluss Narmada "aus sich selbst" entstanden. In ihnen manifestiert sich das wahre Wesen aller Erscheinungen ungleich unmittelbarer als in einem von Menschenhand erschaffenen Werk.

Sammlung:
Franz Ferdinand von Österreich-Este (1863 Graz - 1914 Sarajevo) DNBarrow_outward
Zeit:
19. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Linga
Kultur
Indien
Material/Technik:
Serpentinstein
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Geographie
Südasien/Subkontinent/Indien
Inv. Nr.
102784
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