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Der Schauplatz der Rache des Mokhtār, Dār al-enteghām-e Mokhtār

qalamkār-e taswīrī

vor 1996 | Axel Steinmann

Bei den schiitischen Überlieferungen zum frühen Islam dreht sich meist alles um Verschwörung, Märtyrertum und Rache. Imam Hussain, der Enkel des Propheten, ist der größte Märtyrer der Schiiten; er wird am 10. Oktober 680 mit seiner kleinen Schar von Begleitern bei Kerbala von eine Streitmacht der Umayyaden getötet. Die Schlacht am Euphrat besiegelt die Spaltung der Muslime in Sunniten und Schiiten. Sechs Jahre nach diesem Ereignis stellt sich Mokhtar an die Spitze einer schiitischen Revolte, um die Mörder Hussains zur Strecke zu bringen. Noch heute entrollen im Trauermonat Muharram Wandererzahler in jeder Stadt und in jedem Dorf im Iran ihre bemalten Stoffdrucke mit Szenen aus der schiitischen Passionsgeschichte – Die Rache des Mokhtar gehört dazu.

Künstler/in:
Marziyeh Tāheri

Zeit:
vor 1996

Objektbezeichnung
Bemalter Wandbehang

Material/Technik:
Baumwolle, Pigment

Maße:
295 ×285 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
176122

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