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Mütze
Songko-lotong
Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"311. Mütze - "Songko-lotong".Eine kleine, den europäischen Hauskappen ähnliche Mütze, sehr schön und kunstvoll aus Pferdehaar geflochten, mit zwei Rändern von eingeflochtenen Silberfäden geziert. Diese Art Mützen bilden die nationale Kopfbedeckung der Buginesen und Makassaren und werden sonst nirgends im indischen Archipel angetroffen. Das Haupt aller mohamedanischen Eingebornen des Archipels, zu denen auch diese beiden Völker, wenigstens der Form nach gehören, ist stets mit dem unentbehrlichen Kopftuche bedeckt, das nicht einmal Nachts, während des Schlafes abgelegt wird. Alle Kopfbedeckungen, so auch die oben erwähnten Hüte, werden auf diesem Kopftuche getragen. Die Mütze macht jedoch eine Ausnahme, sie wird ohne das übliche Kopftuch auf dem blossen Kopfe getragen und dies nur von fürstlichen Personen, Häuptlingen, Reichen und Vornehmen, von denen die oben angeführten Strohhüte niemals getragen werden, mit Ausnahme des gelb überzogenen Jagdhutes. Alle übrigen sind nur Arbeitshüte. Die Vornehmen tragen entweder ihr Kopftuch allein oder diese Mütze allein. Sie ist bei Fürsten mit einem breiten Rande geziert, der aus eingeflochtenem Golddraht verfertigt ist."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 63-64). Wien, Wilhelm Braumüller

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNBarrow_outward
Zugangsdatum:
1883
Objektbezeichnung
Mütze
Kultur
Süd-Sulawesi
Material/Technik:
Pferdehaar; geflochten
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Insulares Südostasien
Inv. Nr.
17565



















