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Strick

Gumuti

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"283 - 285. Stricke.Stricke von verschiedener Stärke aus den schwarzen Fasern der Arengpalme gedreht. Diese Stricke oder Taue, die unter dem Namen "Gumuti"taue im ganzen indischen Archipel bekannt sind, bilden einen wichtigen Ausfuhrartikel von Süd-Celebes. Diese Taue, die in verschiedener Stärke bis zur Stärke eines Mannesarmes gedreht werden, eignen sich vorzüglich für den Seegebrauch als Schiffstaue, da die Faser, aus der dieselben gedreht sind, nicht hygroskopisch, daher dem schädlichen Einflusse des Wassers, vorzüglich des salzigen Seewassers, nicht so ausgesetzt ist, wie es der Fall bei den europäischen Stricken und Tauen ist. Die Buginesen sind die Erfinder und einzigen Erzeuger dieser berühmten Gumutitaue, die von den europäischen grossen Schiffen aller Nationen, die in den indischen Gewässern, fahren, mit grosser Vorliebe gebraucht werden."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 59-60). Wien, Wilhelm Braumüller  

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Strick

Material/Technik:
Fasern der Arengpalme; gedreht

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17537

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