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Bei den modernen Satsuma-Keramiken gibt es einen shiro-satsuma genannten Werkstil, bei dem weiße Keramiken ohne jegliche Farbgebung oder Muster nur mit einer transparenten Glasur versehen werden. Darunter gibt es auch plastisch modellierte Figuren, die hinerimono genannt werden, die gleichermaßen in reinem Weiß gehalten sind. Dieser Werkstil ist voraussichtlich durch dehua-Keramiken aus Fujian in China inspiriert worden. Weiße dehua-Keramiken wurden vorwiegend in der Ming- und der Qing-Dynastie in großer Stückzahl produziert. Ihre halbtransparente Glasur erinnert an die Schönheit von Elfenbein oder weißen Perlen und in diesem Stil hergestellte Figuren von bekannten Persönlichkeiten sowie Buddhafiguren. Vor allem kanon-Figuren (Bodhisattva Avalokiteshvara) wurden in vielen europäischen Ländern äußerst geschätzt. Zum Zwecke der Devisenbeschaffung wurde in Satsuma auch für den Export produziert, weshalb man sich mit der Herstellung weißer Keramikfiguren befasste, die sich an den weißen dehua-Keramiken orientierten. Dieses Räuchergefäß zeigt einen auf einem Felsen sitzenden Dämon, der den Räucherzylinder trägt, auf dem wiederum eine Figur des Buddhas shaka nyorai (Shakyamuni Tathagata) sitzt. (MA)

Collector:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/technology:
Keramik

Copyright
Weltmuseum Wien

Collection area
Ostasien

Invs.
34690

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