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Diese handachi-koshirae genannte Montur ist zwar so gefertigt, dass die Scheide von der Befestigung an der Hüfte nach oben zeigt, doch verfügt sie auch über einen für ein tachi üblichen Metallbeschlag, der es erlaubt, das Schwert von der Hüfte herabhängen zu lassen. Wegen dieser zweifachen Tragemöglichkeit wird diese Montur handachi (halb-tachi) genannt. Die Scheide ist mit einer musterlosen nashiji-Grundierung äußerst schlicht gehalten. Die Metallbeschläge sind zwar mit einem nanako-Muster verziert, jedoch finden sich darauf keinerlei Muster oder Wappen. Obwohl das Schwert in Gold gehalten ist, weist es in seiner Gesamtheit ein zurückhaltendes Design auf, was darauf schließen lässt, dass es vermutlich nicht für den Kampf, sondern für zeremonielle Zwecke hergestellt wurde. Die Schwertangel der Klinge ist mit einer Gravur von Fujiwara Takenaga versehen, aus der hervorgeht, dass das Schwert von Fujiwara hergestellt wurde, einem Schmied, der in der Chikugo-Schmiede (im Norden von Kyūshū) in der Muromachi-Periode (1333–1568) aktiv war. Die Klinge ist eher dünn gehalten und zeigt ein geradliniges, aber dennoch leicht gewelltes hamon (Härtemuster). Die hi (Hohlkerben) an beiden Seiten der Klinge dürften einerseits zur Verzierung dienen, andererseits jedoch mit der Intention eingekerbt worden sein, das Gewicht der Klinge zu reduzieren, um so eine leichtere Handhabung zu erzielen. (TI)

Collector:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/technology:
Klinge: Stahl, Fischhaut, Seide, Bronze
Scheide: Holz, Goldlack, Metall
Seitenmesser: Kupfer, Messing

Copyright
Weltmuseum Wien

Collection area
Ostasien

Invs.
32486

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