Jump to navigation Jump to content Jump to contact Jump to search Jump to search Jump to footer

Nanahuatl, Gott der 5. Sonne

um 1500 | Dominik Bilimek

Das ist Nanahuatl, der Sonnengott der fünften Schöpfung. Er ist arm und buckelig. Wie konnte er also zum Sonnengott werden? In der aztekischen Mythologie gibt es fünf aufeinanderfolgende Welten, die jeweils von einer Sonne beherrscht werden. Der Kampf der Götter führt zur Erschaffung und Zerstörung jeder dieser Welten. Nach der vierten Schöpfung herrscht Dunkelheit: Die Götter versammeln sich, um eine neue Sonne zu erschaffen. Als neuen Sonnengott wählen sie einen schönen und reichen Gott unter sich aus. Dieser allerdings wagt es nicht, ins Feuer zu springen. Da meldet sich Nanahuatl – er ist zwar bucklig und arm, aber auch sehr mutig. Daher scheut er sich nicht, in die Flammen zu springen und damit zum neuen Sonnengott zu werden: zur Sonne der fünften Schöpfung. Daraufhin opfern sich die Götter selbst, um menschliches Leben zu ermöglichen. Der Windgott bringt Sonne und Mond in Bewegung. Die fünfte Schöpfung wird übrigens der Prophezeiung zufolge durch ein Erdbeben untergehen.

Time:
um 1500

Object Name
Nanahuatl, Gott der 5. Sonne

Material/technology:
Stein

Copyright
Weltmuseum Wien

Invs.
6061

Browse more Similar items you might be interested in