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Tokwi

Zweite Hälfte des 20 Jh. | Sri Tjahjani Kuhnt-Saptodewo

Eine quadratische Batik dient als Tokwi, ein Altartuch, das von den chinesischen Peranakan für den Altartisch verwendet wird. Der Tisch ist mit buddhistischen Figuren, Kerzen, Ölen, Räucherstäbchen, Früchten und als Opfergaben verschiedenen Tieren aus drei „Welten“, darunter Huhn, Schwein und Fisch, geschmückt. Das Tuch zeigt Darstellungen aus der chinesischen Mythologie.

 

In der Mitte Medaillon mit 3 Personen + 2 Kindern. Sie symbolisieren die drei "Hausgötter"; Fu Xing (Glück), Lu Sing (Reichtum) und Shou Xing (Langlebigkeit). Rechts und links ein Phönix und ein Drache, unten zwei Einhörner (Ch'i-lin). Darüber Balken mit den acht chinesischen Unsterblichen.

 

Der Begriff Peranakan bedeutet ursprünglich „Kind eines Fremden mit indonesischer Mutter“. Heute bezeichnet der Begriff Migranten und Migrantinnen, die bereits in der zweiten Generation in Indonesien leben.

Sammler/in:
Sri Tjahjani Kuhnt-Saptodewo (Kuratorin für Insulares Südostasien im Weltmuseum Wien (2005 bis 2017))

Zeit:
Zweite Hälfte des 20 Jh.

Material/Technik:
Maschinell gewebte Baumwolle, Leinwandbindung, synthetische Farben, Stempel/Handdruck Batik (batik cap)

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
186166

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