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Tuch, Batik

Hiasan dinding

Mitte 19. Jahrhundert | František A. J. Czurda

Geschichtserzählende Batik stammt von China. Diese Batik

könnte in Cirebon von chinesischen Batikproduzenten hergestellt werden, weil

die javanischen Wayang-Figuren, wie Semar, Petruk, Gareng (indigene, javanische

Punakawanfiguren) und Gatutkaca, Bima aus dem Mahabharata-Epos grob gezeichnet

sind. Aber auch andere Motive wie Garuda, Naga, Elefanten, Phoenix,

Wildschwein, Tiger und Cilin sind grob gezeichnet.

Die Naturfarbe mit Soga ist für chinesische Peranakan-Batik sehr selten

verwendet, d.h. es ist ein sehr interessantes Phänomen.

An den Rändern wird ein Rahmen gezeichnet, d.h. sie ist als Wanddekoration

produziert.Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem

Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive

teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner

Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine

kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte

Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden.

Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten

Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige

Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes

wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: https://khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265

 

 

 

 

 

 

 

"608 - 610. Tuch - "Beled".

Drei "Keins", ebenso gross wie die vorigen und auch nach derselben

Manier gefärbt. Die Muster sind jedoch von den vorigen abweichend und für den

Platz, wo diese Tücher erzeugt werden, charakteristisch,. Sie stammen aus dem

grossen Hauptplatze in Ost-Java, Surabaja, wo sich ganze Stadttheile mit dem

Färben dieser Keins beschäftigen Die Muster, bei welchen der ungefärbte weisse

Grund vorherrscht, zeigen hübsch ausgeführte, blaue und braune Blumen oder sehr

naiv gezeichnete Thiere und Menschen, endlich ausgebreitete menschliche Hände,

wahrscheinlich lebenden Originalen direct auf den Stoff nachgezeichnet."

 

Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der

Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen).

(S. 153-154). Wien, Wilhelm Braumüller

Sammlung:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Zeit:
Mitte 19. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Tuch, Batik

Material/Technik:
Wachsbatik (Handbatik) mit natürlichen Farbstoffen (Indigo und Soga) auf Baumwolle; Leinwandbindung

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17985

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