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Tuch, Batikprobe

Batik

Zweite Hälfte des 19. Jh. | František A. J. Czurda

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: https://khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"630 – 643 BatikprobenEine ganze Collection von gebatiktem Cattun, alle Stadien dieses interessanten Verfahrens zeigend. Beginnend mit dem einfachen ungefärbten Stoff, aufsteigend bis zu den mit Wachs ganz bedeckten mehrfärbigen, coinplicirten Mustern.a) Der noch ungefärbte, rohe Cattun;b) der Cattunstoff, bedeckt mit Figuren, deren Conturen mit Wachs ausgezogen sind;c) und d) Cattunstoffe, ebenfalls mit Figuren versehen, deren Conturen mit Wachs ausgezogen sind, wo jedoch schon einzelne Stellen zwischen den zu färbenden Figuren ganz mit Wachs bedeckt sind;e) ein Kopftuch, ebenso behandelt, Wachsconturen mit einigen ganz mit Wachs bedeckten Stellen;f) g) und h) Cattunstoffe, wo bereits alle Stellen, die nicht gefärbt werden sollen, mit Wachs bedeckt sind;i) ebenso behandelt, wie die vorigen, doch an manchen Stellen schon roth gefärbt;k) alle Stellen des Musters, die nicht gefärbt werden sollen, mit Wachs bedeckt, und das Ganze schon mit blauer Farbe imprägnirt;l) m) und n) ebenso mit Wachs bedeckt, ganz mit blauer Farbe eingelassen, bereits roth und gelb gefärbte Stellen zeigend;o) ganz mit Wachs bedeckt und mit allen Farben, die das Muster benöthigt, versehen. Diese Nummer bildet das letzte Stadium eines mehr färbigen Stoffes und ist zum letzten Auskochen vorbereitet."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 156). Wien, Wilhelm Braumüller

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Zeit:
Zweite Hälfte des 19. Jh.

Objektbezeichnung
Tuch, Batikprobe

Kultur
Ost-Java

Material/Technik:
Baumwolle; Leinwandbindung, Wachsbatik, Reservedruck

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
18002

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