Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Brusttuch, Batik
Kemben
Anfang des 20. Jh. | Ire Endang Mittersakschmöller
Das Batiktuch, das als Brusttuch fungiert, hat in der Mitte eine längliche cremefarbene Raute, die Sindangan genannt wird. Sie ist umrandet mit cemukiran (flammenähnlichen Ornamenten). Außerdem ist das Tuch mit Nithik (weißen Pünktchen) verziert. Die Ränder sind mit celuki (Nelken) und Chiliblüten versehen. Die äußere Kante ist mit dem Motiv untu walang (Heuschreckenzähne) verziert, das für Abwehr von Gefahren steht.
Solche Tücher wurden oft von Müttern für ihre Kinder gemacht, um sie vor Gefahren und Krankheiten zu schützen..
Kemben ist ein Tuch, das um den Oberkörper gewickelt und über einem Kain Panjang (Hüfttuch) getragen wird. Wenn man die Darstellungen in den javanischen Tempeln betrachtet, kann man feststellen, dass diese Art der Bekleidung bereits seit dem 8. Jahrhundert beliebt war. Auch gegenwärtig wird dieses schulterfreie Kleidungsstück bei zahlreichen indonesischen Ritualen, traditionellen javanischen Tänzen sowie Palastzeremonien in den javanischen Palästen (kraton) getragen. Die nackten Schultern, die beim Tragen von Kemben sichtbar sind, können als Ausdruck von Ästhetik, Eleganz und Weiblichkeit betrachtet werden. Es ist bedauerlich, dass dieses Kleidungsstück immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Sammler/in:
Ire Endang Mittersakschmöller
Zeit:
Anfang des 20. Jh.
Objektbezeichnung
Brusttuch, Batik
Kultur
Mitteljava
Material/Technik:
Maschinell gefertigte Baumwolle, Leinwandbindung, Naturfarben, Handbatik (batik tulis), Handdruck/Stempelbatik (batik cap)
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Insulares Südostasien
Geographie
Insulares Südostasien/Indonesien/Java
Inv. Nr.
179554



















