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Die beiden Stoffstreifen waren an der Längsseite zusammengenäht und stammen vermutlich von einer uchishiki-Decke, die mit einem Futterstoff versehen war. Uchishiki werden Altardecken genannt, die in Tempeln oder Hausaltären für Feierlichkeiten oder die Totenandacht verwendet werden. Das Muster lässt darauf schließen, dass diese Stoffstreifen vermutlich aus China per Schiff nach Japan importiert wurden. Der Kürbis und die Schriftrolle sollen voraussichtlich einen chinesischen Eremiten symbolisieren, da dies typische Gegenstände eines solchen sind. Es kommen zahlreiche Eremiten in Frage, auf den sich dieses Muster bezieht, um welchen genau es sich handelt, ist allerdings schwer zu bestimmen. Chrysanthemen und Strauch-Pfingstrosen stehen allegorisch jeweils für ein langes Leben und für Wohlstand und deren Kombination stellt ein glückverheißendes Motiv dar, das dem Stoff eben diese Bedeutung verleiht. In der Sammlung Siebold des Weltmuseum Wien befindet sich ein weiterer chinesischer Damaststoff, der ebenfalls von einem aufgetrennten uchishiki stammt. Es ist überaus wahrscheinlich, dass es sich bei beiden Stoffen um das gleiche eingeführte Gewebe handelt. (KS)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Seide, Damast

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
32896_ab

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