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Dōtaku sind Bronzeglocken, die im Japan der Yayoi-Periode (10. Jh. v. u. Z. bis 3. Jh. u. Z.) vermutlich für religiöse Feste und Riten im Zusammenhang mit dem Reisanbau verwendet wurden. Ein Großteil der Funde stammt von Ausgrabungen in Westjapan. Ende der frühen oder um die mittlere Yayoi-Periode (4. bis 3. Jh. v. u. Z.) erstmals in Erscheinung getreten, blieben sie anschließend 400 Jahre lang in Gebrauch. In dem Maße, wie die anfänglich kleinen Glöckchen mit Ursprung auf der koreanischen Halbinsel im Laufe der Zeit schrittweise an Größe zunahmen, wurden auch die Verzierungen immer üppiger und es vollzog sich ein Wandel von „Glocken zum Läuten“ hin zu „Glocken zum Betrachten“. Es ist nicht bekannt, von welchem Ort das Objekt stammt. Auch liegen keine Informationen dazu vor, wie genau Siebold in dessen Besitz gelangte. Seine Notes on Japanese Archaeology with Especial Reference to the Stone Age von 1879 umfassen zwar ein Kapitel namens „Stone Ornaments and Bronze Objects“, über die hier beschriebene dōtoku ist darin aber nichts abgedruckt. Leider ist bei diesem Exemplar die Umrandung der zur Aufhängung dienenden Krone (chū) beschädigt. Jedenfalls handelt es sich dabei um eine dōtoku mit aus sechs Feldern bestehendem Gittermuster (kesadasuki-mon), die aus der späten Yayoi-Periode stammen dürfte. YK

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Bronze

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
37437

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