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Glückspfeil (tib. g.yang `dar)

19. Jahrhundert | René Nebesky-Wojkowitz

In der tibetischen Ritualistik symbolisiert der Schaft des Pfeiles den Körper einer Gottheit, eine daran angebrachte Muschel deren Rede, der Spiegel den Geist. Die Silbe auf der Metallplatte ist die Keimsilbe eines Buddha, mit der dieser aus seinem Himmel herbeigeholt werden kann. Im Kontext einer Hochzeit wird die Braut in den Haushalt ihres Gatten integriert, wenn die Bräutigammutter den Pfeil in den Kragen der Braut steckt. Als männliches Symbol steht der Pfeil für die Inbesitznahme der Braut durch ihren Gatten. Da die Bräutigammutter diesen rituellen Akt vornimmt, kann sich dies auch auf die Autorität der Schwiegermutter über die Gattin ihres Sohnes beziehen.

Sammler/in:
René Nebesky-Wojkowitz (1923 Groß-Hoschütz - 1959 Wien) DNB

Zeit:
19. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Glückspfeil (tib. g.yang `dar)

Material/Technik:
Holz, Metall, Wolle, Federn

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
138693

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