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Sarong, Batik

Sarung

Zweite Hälfte des 19. Jh. | František A. J. Czurda

Ein Peranakan-Sarong mit einem ganz besonderen Muster. Der

Kepala hat ein dreieckiges Tumpalmuster, das mit einem Blumenmuster gefüllt

ist. Eine solche Tumpalreihe nennt man Kepala Pasung.Der Badan ist mit diagonalen Streifen verziert, die

als Dlorong bezeichnet werden. Der Badan hat ein Gittermuster

mit Phönix- und Geringsing-Motiven. Das Gittermuster heißt kotak seribu,

das Geringsing-Motiv ist ein sehr altes Motiv, das in Indien und Bali sehr

beliebt ist. Es ist ein Symbol, das vor Gefahren schützen soll. Das

Phönix-Motiv ist ein Symbol für langes Leben.

Der Papan (der Bereich zwischen Kepala und Badan) ist mit stilisierten

Phönixvögeln und Rankenmotiven versehen.Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem

Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive

teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner

Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine

kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte

Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden.

Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten

Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige

Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes

wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: https://khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265

 

 

 

 

 

"614 - 622. Sarongs.

In der Grösse den vorigen gleich, die Muster meist vielfärbig, doch nicht so

fein ausgeführt, meist grobe Arbeit, sowohl in Zeichnung, wie Farbe. Die grosse

Fläche mit einem gleichförmigen Muster bedeckt, während der Kopf,

"Kapala", ebenfalls die vielfarbigen horizontalen Zacken zeigt Diese

Sarongs werden auf West-Java, und von den europäischen Frauen viel getragen,

und meist auf Batavia erzeugt.

In der Grösse den vorigen gleich, die Muster meist vielfärbig, doch nicht so

fein ausgeführt, meist grobe Arbeit, sowohl in Zeichnung, wie Farbe. Die grosse

Fläche mit einem gleichförmigen Muster bedeckt, während der Kopf,

"Kapala", ebenfalls die vielfarbigen horizontalen Zacken zeigt Diese

Sarongs werden auf West-Java, und von den europäischen Frauen viel getragen,

und meist auf Batavia erzeugt."

 

Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der

Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen).

(S. 155). Wien, Wilhelm Braumüller

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Zeit:
Zweite Hälfte des 19. Jh.

Objektbezeichnung
Sarong, Batik

Material/Technik:
Baumwolle, Leinwandbindung, Reservedruck, Wachsbatik, Naturfarben

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
18033

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