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Schwertständer
katanakake 刀掛
1600-1868 | Heinrich von Siebold
Ein Schwertständer für fünf katana Schwerter. Der schwarz lackierte Korpus ist mit einem makie eines sich wiederholenden Pflaumenrankenmusters in Gold und Grüngold (eine Legierung aus Gold und Silber) überzogen. Die über die Täfelung gestreuten gosan no kirimon-Wappen6 in makie sowie kanagai7 in Gold und Silber verleihen dem Schwertständer ein besonders prachtvolles Aussehen. Objekte mit ähnlichem Design sind beispielsweise die beiden zusammengehörigen Karaffen, die sich im Besitz des Victoria and Albert Museum in London sowie des Musée Nissim de Camondo in Paris befinden, oder der Reise-Schminkkasten im Schloss Hluboká in der Tschechischen Republik. Das Burghley House in Großbritannien ist zudem im Besitz eines Objekts, das mit demselben Grundmuster, aber mit dakiomodaka-Wappen8 versehen ist, und im Nationalen Palastmuseum Taipei, Taiwan, ist uns ein Objekt mit demselben Muster mit hanamaru-Wappen (Blütenkreis-Wappen) erhalten. Dass sich diese Objekte in Sammlungen außerhalb Japans wiederfinden, die alle etwa im 18. Jahrhundert zusammengetragen wurden, ist überaus interessant. Der Stil dieses Schwertständers lässt darauf schließen, dass es sich um ein Geschenk handelt, das bei einer Hochzeitszeremonie eines Feudalherrn überreicht wurde. Das Dreiblatt-Pfeilkraut-Wappen der Familie Nagato (nagato omodakamon) legt nahe, dass es sich um einen Einrichtungsgegenstand handelt, der aus dem Hause Mōri stammt, jedoch konnte dies noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. (KH)

Sammlung:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNBarrow_outward
Zeit:
1600-1868
Zugangsdatum:
1889
Objektbezeichnung
Schwertständer
Material/Technik:
Holz mit Schwarz- und Goldlack und hiramakie Blattgold- und Blattsilberauflage, Messing
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Ostasien
Geographie
Ostasien/Japan
Periode
Edo-Periode
Inv. Nr.
32517
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