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Bei dieser Buddha Amitabha Trinität weisen die mittlere amida nyorai Statue und die beiden flankierenden Bodhisattva Figuren unterschiedliche Werkstile auf, was darauf schließen lässt, dass diese Trinität im Laufe der Zeit verändert wurde und ursprünglich nicht ihre heutige Form hatte. Das pummelig runde Gesicht der mittleren amida nyorai Figur sowie die Art und Weise, wie die Faltung ihrer Kleidung angeordnet ist, entsprechen einem Stil, der Werken aus dem späten 12. und 13. Jahrhundert nachempfunden ist, wobei diese Figur allerspätestens im 16. Jahrhundert geschaffen worden sein dürfte. Die beiden ryōwaki jizō (flankierenden Bodhisattvas) zeichnen sich durch ihre längliche Kopfform sowie ihren sanftmütigen Gesichtsausdruck aus, ein makelloser und zugleich formalisierter Stil, der nahe legt, dass diese in der Edo-Periode hergestellt wurden. Mit zum Gebet gefalteten Händen dargestellte Ryōwaki jizō sind eher ungewöhnlich und es dürfte sich bei diesen um Bildnisse von shaka nyorai (Sakyamuni Tathagata) und tahō nyorai (Prabhūtaratna) handeln, die von der nichiren-Schule verehrt wurden. Anstelle der mittleren amida nyorai Statue dürfte ursprünglich eine Pagode mit der Inschrift 南無妙法蓮華経 (namu myōhō renge kyō) aufgestellt gewesen sein. Auf dem Sockel der beiden flankierenden Figuren befinden sich jeweils Inschriften in rotem Lack – shichijō daibusshi hokyō kōkei auf der linken und shichijō daibusshi shikibu kyō auf der rechten Figur. Aus diesen wird ersichtlich, dass es sich um Werke der Bildhauergruppe shichijō handelt, die ihren Hauptsitz in Kyōto hatte. Bei dem Bildhauer der linken Statue dürfte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Kōkei handeln, von dem Werke aus dem späten 17. Jahrhundert bekannt sind. Über den Bildhauer der rechten Figur, Shikibu Kyō, sind zwar keine Details bekannt, jedoch können beide Figuren als repräsentative Werkbeispiele der Edo-zeitlichen Bildhauerkunst betrachtet werden und dementsprechend ist ihnen eine hohe Signifikanz beizumessen. (MS)

Collector:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/technology:
Holz, Vergoldung

Copyright
Weltmuseum Wien

Collection area
Ostasien

Invs.
36778

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