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Der Korpus des Köchers (Inv.-Nr. 37245) besteht aus einem Bambusrohr mit einem Durchmesser von ca. 6 cm, umwickelt mit Streifen aus Kirschrinde. Da in Hokkaidō kein dickstämmiger Bambus wächst, wird davon ausgegangen, dass der Bambus für die Fertigung auf noch unbekanntem Weg von der Hauptinsel Japans eingeführt wurde. An der Vorderseite befindet sich ein mit Kirschrinde befestigter länglicher Gegenstand, der in seiner Form einem ikupasuy genannten Zeremonialgegenstand ähnelt. Am hinteren Ende befindet sich ein Zwischenraum, der als Schwertscheide für einen Dolch dient. Der dazugehörige Dolch ist leider verlorengegangen. Es finden sich jedoch Skizzen in Siebolds Publikation von 1881. Dieser Köcher (Inv.-Nr. 37258) wurde gefertigt, indem das Holz für den Korpus halbiert, ausgehöhlt und anschließend wieder zusammengeklebt und mit Streifen aus Kirschrinde zusammengebunden wurde. In der Sammlung Siebold befinden sich 22 Pfeile für Handbögen und es ist wahrscheinlich, dass einige in diesen Köchern verwahrt wurden. Die Ainu verwendeten für die Bogenjagd ein aus dem Eisenhut gewonnenes Gift und konnten damit auch Großwild erlegen. (KY)

Collector:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/technology:
Holz, Kirschrinde, Pflanzefasern

Copyright
Weltmuseum Wien

Collection area
Ostasien

Invs.
37245

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