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In der traditionellen Kultur der Ainu ist Tabak nicht bloß ein Genussmittel, er dient auch als Opfergabe für die Götter und Ahnen und darf bei zeremoniellen Anlässen keinesfalls fehlen. Der Tabakbehälter (Inv.-Nr. 37284) ist aus verschiedenen Hölzern zusammengesetzt, um einen höheren Dichtungsgrad zu erreichen und so den Tabak vor Feuchtigkeit zu schützen. Teile des Musters, das in die Seitenflächen des Tabakbehälters geschnitzt wurde, sind mit einer roten Farbe bemalt, die einer Lackierung ähnelt. Das an den Tabakbehälter angebundene längliche Brett (Inv.-Nr. 37286) dient zur Verwahrung der Pfeife. Der Pfeifenkopf wird durch die Öffnung im Brett geführt und der Pfeifenstiel entlang des Bretts fixiert. Auf der Rückseite des Holzbretts befindet sich ein Fach mit Schiebeverschluss, in dem drahtförmige Gegenstände zum Reinigen der Pfeife untergebracht werden. Der Abrieb an dem Schnitzmuster des aus Knochen gefertigten Verschlusses zeugt davon, dass die Utensilien über einen langen Zeitraum genutzt wurden. (KY)

Collector:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/technology:
Holz, Knochen, Pflanzenfasern

Copyright
Weltmuseum Wien

Collection area
Ostasien

Invs.
37284

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