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Schal

Kemben Batik Jumputan

Selendang mit typischer Reserve-Technik in Solo und Yogyakarta, wird als "kemben" Brusttuch verwendet, vor allem bei Tanzaufführungen (wird von der Tänzerin) verwendet, z.B. bei Gambyong Tanz. Der Schal hat den Hintergrund violett, das Muster wird durch Pelangi (Abbinde-) und Tritik (Näh-) Reservierung in Gelb, Grün, Blau, gemacht.

 

Jumputan-Batik ist eine Batiktechnik, bei der kein Wachs verwendet wird. Stattdessen wird der Stoff mit einem Seil zusammengebunden oder genäht und in Falten gelegt.

Es gibt zwei Techniken zur Herstellung von Jumputan-Batik, nämlich die Ikat-Technik und die Nähtechnik (Tritik). Bei der Ikat-Technik wird der Stoff vor dem Tauchen so fest gebunden, damit beim Entfernen der Bindungen das ersehnte Muster entsteht. Bei der Nähtechnik wird dem Stoff zunächst ein überschüssiges Muster gegeben, das dann mit einem Laufstich entlang der Farblinie mit einem Faden genäht wird. Anschließend wird der Faden so fest wie möglich gezogen, bis der Stoff so eng wie möglich knittert.

Für Jumputan-Batikmotive werden Münzen, Murmeln oder Steine mithilfe von Gummibändern an mehreren Stellen des Stoffes befestigt.

 

Kemben ist ein Tuch, das um den Oberkörper gewickelt und über einem Kain Panjang (Hüfttuch) getragen wird. Wenn man die Darstellungen in den javanischen Tempeln betrachtet, kann man feststellen, dass diese Art der Bekleidung bereits seit dem 8. Jahrhundert beliebt war. Auch gegenwärtig wird dieses schulterfreie Kleidungsstück bei zahlreichen indonesischen Ritualen, traditionellen javanischen Tänzen sowie Palastzeremonien in den javanischen Palästen (kraton) getragen.

Die nackten Schultern, die beim Tragen von Kemben sichtbar sind, können als Ausdruck von Ästhetik, Eleganz und Weiblichkeit betrachtet werden.

Es ist bedauerlich, dass dieses Kleidungsstück immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Sammler/in:
Sri Tjahjani Kuhnt-Saptodewo (Kuratorin für Insulares Südostasien im Weltmuseum Wien (2005 bis 2017))

Zeit:
ca. 1970

Objektbezeichnung
Schal

Material/Technik:
Baumwolle, synthetische Farben, Pelangi Technik

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
190812

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