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Tuch, Batik

Kain Cinde / Kain Jelamprang

Anfang des 21. Jh | Sri Tjahjani Kuhnt-Saptodewo

Grundfarbe dunkelrot mit Jelamprang-Muster (spezielle Form eines Blumenmusters).

Der Batikdekor dieses kain panjangs ahmt Patola-Textilien nach, die eine charakteristische Art der Musterbildung aufweisen, die normalerweise durch das Reserveverfahren „Ikat“ bzw. durch „Doppelikat“ entsteht. Diese Technik stammt ursprünglich aus Indien (Gujarat). Bei den Motiven handelt es sich um jelamprang, Blumenmuster, die in Kreisen angelegt sind. Dieses Motiv ist ebenfalls ein Charakteristikum der Patola-Stoffe. Früher war es nur für Mitglieder der Königsfamilie vorgesehen. Heutzutage wird dieses Muster vor allem von Tänzern/-innen getragen. Die extreme Länge (um die 3 m) dieses Stoffes spricht ebenfalls für eine Verwendung als Tanzkostüm.

Zwischen den „Blumenkreisen“ sind weitere abstrahierte, und in Quadraten angelegte Blüten dargestellt. Die Ränder an den Stoffschmalseiten sind durch zwei breite in sich gemusterte Bänder sowie durch eine Reihe tumpal (Dreiecksmuster) vom Hauptfeld abgegrenzt.

Bei den verwendeten Farben handelt es sich um Weiß, Gelb, Grün, Magenta (hauptsächlich im Hintergrund) und Schwarz.

 

Der Stoff ist eine Kopie des kain kembangan, der nur in Palast von den Königfamilien getragen werden durfte. Kain Kembangan wurde Plangi- (Abbinde-) und Tritik- (Näh-)Reservierung produziert.

Sammler/in:
Sri Tjahjani Kuhnt-Saptodewo (Kuratorin für Insulares Südostasien im Weltmuseum Wien (2005 bis 2017))

Zeit:
Anfang des 21. Jh

Objektbezeichnung
Tuch, Batik

Material/Technik:
Viskose, maschinelle Textilproduktion

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
190813

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