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Tuch, Batik

Kain Panjang

Zweite Hälfte des 20. Jh. | Ingeborg Holz

Das Batiktuch präsentiert sich mit einem sehr ansprechenden, sauber gearbeiteten Muster, das als „Mega Mendung“ bezeichnet wird und eine Regenwolke darstellt. In diesem Kontext ist der Regen als positiv konnotiert zu betrachten und soll Glück bringen. Das Muster zeigt dunkelblaue Wolkenmotive auf hellblauem Grund. Für jede Nuance der blauen Farben muss das Tuch erneut mit dem Wachs reserviert werden, was einen sehr umständlichen Prozess darstellt.

 

Die Sammlerin erwarb das Tuch im Jahr 1977 von der renommierten Batikproduzentin Ibu Masina in Trusmi.

Das „Mega Mendung“-Muster hat seinen Ursprung in China und wurde für die beiden Sultanspaläste in Cirebon entwickelt. Es handelt sich um ein „verbotenes“ Muster, das ausschließlich von den königlichen Mitgliedern in den beiden Palästen getragen werden durfte.

Das Motiv erfreut sich auch bei den chinesischen Peranakan großer Beliebtheit, die sich in der Nordküste Javas, u. a. in Cirebon, niederließen. Allerdings muss das Muster modifiziert werden, damit sie es tragen dürfen.

Zeit:
Zweite Hälfte des 20. Jh.

Objektbezeichnung
Tuch, Batik

Material/Technik:
Maschinell gewebte Baumwolle (kommerzieller Baumwollstoff), Leinwandbindung; synthetische und Naturfarben, Handbatik (batik tulis)

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
173592

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