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Tokwi

Eine quadratische Batik dient als Tokwi, ein Altartuch, das von den chinesischen Peranakan für den Altartisch verwendet wird. Der Tisch ist mit buddhistischen Figuren, Kerzen, Ölen, Räucherstäbchen, Früchten und als Opfergaben verschiedenen Tieren aus drei „Welten“, darunter Huhn, Schwein und Fisch, geschmückt.

Das Tuch zeigt Darstellungen aus der chinesischen Mythologie. Im rotgründigen Hauptfeld befindet sich ein blaues Zentralmedaillon mit einem Drachen. Es ist umgeben von zwei Fabeltieren, dem Qilin und einem Paar Phönixvögeln. Außerdem sind verschiedene Blumen und kleinere Motive zu sehen. Über dem Hauptfeld befindet sich ein blaugründiges Band mit acht Figuren, von denen die meisten einen Bart tragen. Es handelt sich um die acht chinesischen Unsterblichen, die Taoisten.

Der Begriff Peranakan bedeutet ursprünglich „Kind eines Fremden mit indonesischer Mutter“. Heute bezeichnet der Begriff Migranten und Migrantinnen, die bereits in der zweiten Generation in Indonesien leben.

Zeit:
ca. 1950

Material/Technik:
Maschinell gefertigte Baumwolle, Leinwandbindung, synthetische Farben, Handbatik (batik tulis), Handruck/Stempelbatik (batik cap)

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
176000

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