Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Kontakt springen Zur Suche springen Zur Suche springen Zum Footer springen

Diese Altardecke (Uchishiki), zusammengesetzt aus 48 verschiedenen Stoffstreifen, darunter Brokat, Goldbrokat, Samt etc., diente als Zierdecke in Tempeln oder für den Hausaltar. Sie wird dabei auf Tischen aufgelegt. Die einzelnen Stoffstreifen stammen aus unterschiedlichen Zeiten, von der späten Edo-Periode (1600–1868) bis in die Meiji-Periode (1868–1912). Darunter befinden sich auch solche, die von einem obi (Gürtel) eines Edo-zeitlichen Damen-Sommergewandes einer Samurai-Familie stammen. An zwei gegenüberliegenden Enden der Altardecke sind Stoffstreifen eingearbeitet, die mit einem dreiblättrigen Malvenmuster bestickt sind. Der Futterstoff besteht aus einem braunen Baumwollstoff, dessen Kett- und Schussfäden rechtsgedreht sind, was darauf hinweist, dass dieser in der Meiji-Periode hergestellt wurde. Basierend auf diesen Erkenntnissen, dürfte diese Altardecke Mitte der Meiji-Periode von einer der Tokugawa-Familie nahestehenden Frau gefertigt worden sein. Dabei hat sie die ihr zur Verfügung stehenden, in der Familie weitergegebenen Stoffreste in Handarbeit verarbeitet. Die Sammlung Siebold des Weltmuseum Wien enthält 3 sogenannte ban (bei buddhistischen Feierlichkeiten oder Totenandacht verwendete Fahne), die mit einem dreiblättrigen Malvenmuster bestickt sind. Es ist überaus wahrscheinlich, dass diese aus demselben Tempel stammen, wie diese Altardecke. Um welchen Tempel es sich genau handelt, ist allerdings unbekannt. (KS)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
34503

Weiterstöbern Ähnliche Stücke, die Sie interessieren könnten