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Sarong, Batik

Sarung

Ende des 19. Jh. | James Camille Samson

Ein Peranakan Sarong mit den Dreieck-Motiven Tumpal im Kepala, gefüllt mit floralen Motiven. Eine solche Tumpalreihe nennt man Kepala Pasung. Im Papan (der Bereich zwischen kepala und badan) sieht man Phönixe. Der Badan ist verziert mit schlängelnden Pflanzen und Blumen. Auf den Blumen sitzen Vögel.

 

Batik ist Kunst. Statt auf Leinwand wird das Kunstwerk auf Stoff gezeichnet. Als Ende des 19. Jh. synthetische Farben aus Europa nach Indonesien eingeführt wurden, fühlten sich viele Künstler animiert, mit den Farben zu spielen und neue Motive zu entwickeln. An der Nordküste Javas gründeten chinesische, holländische und arabische Einwanderer entlang den Hafenstädten neue Produktionsstätten für Batik. Die Muster wurden durch Motive aus ihrer Herkunftskultur beeinflusst und ergänzt. So entstanden frische Motive und für die Region typische Farbstile und neue Färbungsmethoden. Die Namen der Batikmuster entsprechen den Orten, wo sie produziert wurden, wie Pekalongan, Kedungwuni, Lasem und Cirebon.

Batik ist im steten Wandel. Die Kreativität kennt keine Grenzen. Durch europäische Magazine oder Postkarten wurden viele Motive auch von Europa beeinflusst. Neu war auch, dass einzelne Batiken von den Herstellern signiert wurden. Es entstand der „pesisiran stil“ in Kontrast zum traditionellen „kraton stil“ (Palast Stil) vom Inneren des Landes.

Sammler/in:
James Camille Samson (1856 New York - 1896 Wien) DNB

Zeit:
Ende des 19. Jh.

Objektbezeichnung
Sarong, Batik

Material/Technik:
Maschinell gefertigte Baumwolle, Leinwandbindung, Naturfarben, Handbatik (batik tulis)

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
120482

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